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Marc O'Polo setzt in seinen Filialen auf ein individuelles WLAN-System. (Foto: Marc O'Polo)
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Individuelles WLAN-System für Marc O’Polo

Mit lediglich einem Knopfdruck erfasst der Filial-Mitarbeiter mit dem Handscanner mehrere Hemden, ohne diese aus ihren Fächern zu entnehmen oder Sichtkontakt zu den Etiketten zu haben. Drahtlos werden die Daten direkt mit dem RFID-System abgeglichen und verkürzen so unter anderem die Dauer der Inventur. Zeitgleich verbindet sich eine Kundin in der Filiale über den WLAN-Hotspot mit dem Internet und informiert sich über aktuelle Aktionen und Rabatte. Im Beratungsgespräch nutzt ein Mitarbeiter ein Tablet, um Artikel in die Filiale zu bestellen – ebenfalls über das Drahtlosnetzwerk. Die Basis für alle Anwendungen schafft ein professionelles WLAN. Damit möchte das Modelabel die Verkaufsprozesse und Einkaufserlebnisse optimieren.

Ausgewählte Filialen verfügen sowohl über ein Kunden- als auch ein internes WLAN. (Foto: Marc O'Polo)
Ausgewählte Filialen verfügen sowohl über ein Kunden- als auch ein internes WLAN. (Foto: Marc O'Polo)

„RFID“ hieß das Schlagwort bei Marc O’Polo, mit dem das „drahtlose Zeitalter“ in den Filialen eingeläutet wurde. „Damit die erfassten Daten von mobilen Clients direkt in das RFID-System fließen, stand bei uns relativ schnell das Thema WLAN auf dem Zettel,“ erklärt Richard Bürger, Head of IT Retail bei Marc O’Polo. Das Handelsunternehmen entschied sich für WLAN-Produkte von Lancom Systems, die Implementierung in dessen 111 Filialen in insgesamt sechs Ländern übernahm der IT-Dienstleister Meco IT AG aus Weingarten.

Abhängig von der Filialgröße versorgen zwischen 1 und 13 Access Points die Räumlichkeiten flächendeckend mit WLAN. Die Modelle für die Access Points können gleichzeitig im 2,4 und 5 GHz-Frequenzbereich funken. Damit soll gewährleistet werden, dass sowohl neue als auch ältere Clients in das WLAN eingebunden werden. Während neuere Smartphones, Tablets und Laptops den leistungsstärkeren 5 GHz-Frequenzbereich bevorzugen, unterstützen ältere Clients nur die 2,4 GHz-Frequenz. Pro Filiale ist jeweils ein WLAN Controller für das zentrale Management und die Konfiguration des Drahtlosnetzwerks zuständig.

Kunden-WLAN

Kurz nach Einführung des Netzes für RFID integrierte Marc O’Polo in ausgewählten Filialen zusätzlich sowohl ein Kunden- als auch ein internes WLAN. Die neuen Anwendungen nutzen die bestehende Infrastruktur. So musste nicht in neue Hardware investiert werden. Die Netze werden jedoch voneinander getrennt. Beim Gäste-WLAN wird der gesamte Datenverkehr am WLAN-Controller abgefangen und über eine separate Leitung ins Web geroutet. „So kommt der Kunden-Hotspot garantiert nicht mit der restlichen Netzwerkinfrastruktur in Kontakt,“ erklärt Norbert Hofmann, Vorstand der Meco IT AG. Das Kunden-WLAN ist offen. Beim RFID-Netz wird eine WPA2-Verschlüsselung eingesetzt, das interne Drahtlosnetzwerk wird über eine Lancom Enhanced Passphrase Security (LEPS) gesichert.

Das WLAN in den Filialen hat sich bewährt und wird mittlerweile auch für eine Reihe weiterer Anwendungen genutzt. Mit der Synthese aus der RFID und einem stabilen WLAN als Anschlusspunkt habe man eine Mobilität in die Filialen gebracht, die den Verkaufsprozess unterstütze und Aufgaben wie Inventuren erleichtere, so Richard Bürger. Der Kunden-Hotspot kommt dem Wunsch der Filial-Besucher nach, immer und überall schnellen Zugriff auf das Internet zu haben.  

Für die Zukunft sind bereits neue Anwendungen geplant. So sollen beispielsweise Zahlungsterminals drahtlos angebunden werden. Dies setzt eine PCI-konforme WLAN-Infrastruktur voraus. Mit seinem maßgeschneiderten WLAN-System bzw. den eingesetzten Geräten wird das Modelabel den Anforderungen bereits gerecht.  

Fotos (2): Marc O'Polo

Weitere Informationen: www.marc-o-polo.com