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Die Modemarke S-Oliver stellt in Bochum ihr neues Ladenkonzept vor, im Bild: die Kassenzone. (Foto: Iqi)
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Neues Digital Signage-Konzept bei S-Oliver

Auf 541 qm Verkaufsfläche präsentiert das Modeunternehmen in Bochum erstmals sein neues Ladenbaukonzept: An neun zentralen Punkten im Store sind digitale Touchpoints in Form von Videoscreens installiert, an denen S-Oliver seine Kunden mit Produktkommunikation inspirieren und über Marken- sowie Serviceinhalte informieren will. Kurze Filme und Slideshows – sogenannte Stories – wechseln sich mit interaktiven Inhalten und beratenden Elementen ab. Neben der Interaktion mit den Kunden ermöglichen die digitalen Tools eine Analyse der über Sensoren und Kameras gewonnenen Daten vor Ort. Ziel soll bei S-Oliver sein, die Inhalte des Systems zukünftig stärker auf die Kundenwünsche anzupassen und auf diese Weise die Umsätze im Store zu steigern.

Mit Bildschirmen im Schaufenster will S-Oliver Passanten dazu animieren, den Store zu betreten. (Foto: Iqi)
Mit Bildschirmen im Schaufenster will S-Oliver Passanten dazu animieren, den Store zu betreten. (Foto: Iqi)

Die Digital-Signage-Strategie, das Konzept der Stories sowie die Content-Produktion hat die Münchner Digital- und Design-Agentur Iqi Studios realisiert. Die Firma entwickelte eine 3-stufige Expansions- und Rollout-Strategie, definierte und produzierte die Inhaltskonzepte und legte ein unternehmensweites Leitbild für Digital Signage fest. Ein detaillierter Redaktions- und Bespielungsplan sowie ein Key Performance Indicator (KPI) Grid mit Analytics Approach runden das Projekt ab.

Erste Berührungspunkte mit dem neuen Digital-Signage-Konzept gibt es für die Passanten bereits vor Betreten des Stores: 75 Zoll große Monitore sollen die Passanten mit Key Looks, Kollektions-Highlights und spannenden Kampagnen-Clips in das Geschäft locken. Im Eingangsbereich zeigt ein weiterer Screen „Mix-and-Match“-Angebote, kontextbezogene Produkt-Bundles, Outfit-Kombinationen, Mode-Highlights der Marke und macht auf besondere Angebote aufmerksam. In den Jeansabteilungen erklären interaktive Denim Guides den Käufern die unterschiedlichen Schnitte und Passformen der Modemarke – je nach Produktlinie in der Kundenansprache individualisiert. Blickfang ist ein weiterer, zentral positionierter Bildschirm im Bereich der Kassenzone. Über mehrere aneinandergereihte Screens werden die Kunden während der Wartezeiten mit Service-Informationen sowie Produkt-Promotion und aktuellen Image-Videos unterhalten. Die Screens ermöglichen dem Händler, zeitlich und inhaltlich flexibel verschiedene Inhalte kommunizieren zu können.

Für die neun Touchpoints hat die Digital- und Designagentur insgesamt 76 Clips sowie vier „Denim Guides“ konzipiert und produziert, die sich nach dem zuvor entwickelten Kommunikationstool für die fünf unterschiedlichen Markenwelten des Labels richten. „Jedem Screen haben wir prozentual zugewiesen, zu welchem Anteil dort Informationen aus den Bereichen Produkt, Marke, Service und Community abgespielt werden,“ erklärt Orlando Noor, Gründer und Geschäftsführer von Iqi. Im Fokus stehen bei S-Oliver produktorientierte Format, die den Umsatz steigern sollen. Jede Marke hat einen eigenen Look, für den jeweils drei unterschiedliche Motion Designs, also die audiovisuelle Gestaltung von Bewegtbild durch Typografie und Grafik-Design, entwickelt wurde. Haltezeiten und die Dauer der Geschichten wurden detailliert definiert.

Die digitalen Touchpoints werden von einem Content-Management-System (CMS) bespielt, in dem für jeden Tag und jede Woche die Inhalte der Screens in Form sogenannter Playlists definiert sind. Dies ermöglicht dem Händler, die Kommunikation auf die Besuchszeiten unterschiedlicher Kundengruppen über die Touchpoints einzustellen und entsprechend abgeänderte Inhalte dynamisch ausliefern zu können.

Analytische Messung am POS

Darüber hinaus setzt S-Oliver auf eine analytische Messung am POS mit Sensoren und Kameras, um Informationen über demographische Merkmale der Besucher sowie die Publikumsstärke je nach Tageszeit zu erhalten. Die Messung soll aussagekräftige Informationen zur Konversionsrate zwischen den Passanten und Ladenbesuchern liefern. Die Auswertung erfolgt in einem Dashboard, das die gemessenen Werte auf einen Blick anzeigt und sie mit den zuvor bestimmten Leistungskennzahlen (KPIs) abgleicht. Entwickeln sich die Absätze für ein bestimmtes Produkt nicht so erfolgsversprechend wie erwartet, kann der Content Manager im CMS beispielsweise die Anzahl der Warenimpulse im Schaufenster erhöhen.

Ziel soll sein, das am POS gewonnenen Informationen über das Kundenverhalten für nachfolgende Planungen in den Bereichen Produktentwicklung, Marketing und Vertrieb zu nutzen. So ließen sich Aktionen zu definieren, die kundenorientiert und an den KPIs ausgerichtet sind. Durch POS-Umfragen und interaktive Formate kann ein Händler wie S-Oliver einen Feedbackkanal vom und zum Kunden etablieren, um die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe zu erfahren.

Fotos (5): Iqi

Weitere Informationen: www.i-q-i.net