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EuroCIS
dm hat bereits 2015 Kunden-Wlan auf der Fläche eingeführt. Die Kunden können darüber mit den Fototerminals kommunizieren. (Foto: dm)
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Zentrales Management der Netzwerk-Infrastruktur

Kostenloses Wlan und Shopping-Apps für Kunden, Digital Signage und elektronische Regaletiketten, Mobile Devices der Mitarbeiter und mobile Kassen – im stationären Handel wird das Spektrum der Anwendungen, die auf eine drahtlose Datenversorgung angewiesen sind, immer größer. Hinzu kommt immer noch vielfach die Umstellung der Telefonie auf All-IP. Sowohl bei der Vernetzung als auch bei der Nutzung der Möglichkeiten sehen Netzwerkausrüster im deutschen Handel noch Nachholbedarf. „Es gibt immer noch große Vorbehalte im Handel gegenüber Wlan“, hieß es zum Beispiel auf der EuroCIS 2018 am Stand von Online Software. Gründe seien Sicherheitsbedenken und die Angst vor Datenverlust oder unauthorisierter Nutzung durch Dritte.

Dabei hat ein namhaftes Handelsunternehmen, dm Drogeriemarkt, bereits 2015 diesen Service implementiert: In allen dm-Märkten können die Kunden über Wlan im Internet surfen. In ländlichen Regionen mit langsamer Mobilfunkübertragung und in Märkten mit baulich bedingten Einschränkungen beim Datenempfang bietet der Service laut dm „einen echten Mehrwert“. Er ist auch die Basis für neue kundenorientierte Anwendungen im Store: Mit einer App lassen sich beispielsweise kabellos Bilder an die Fototerminals im dm-Markt übertragen.

Unterschiedliche Reifegrade

Ein Retail-Fachmann von T-Systems sieht „große unterschiedliche Reifegrade, was Wlan-Anwendungen im Handel betrifft.“ Ein Top-Reifegrad sei zum Beispiel, wenn der Händler über sein Wlan erkennt, welcher Kunde mit welchen Einkaufsgewohnheiten das Geschäft betritt. Dafür gibt es von T-Systems ein Dashboard, das das Verhalten der Wlan-Nutzer analysiert sowie weitere Funktionen bietet, etwa für handelseigene Apps.

Vieles ist für den Handel einfacher geworden: Die verschiedenen Anbieter setzen sich zusammen und bieten integrierte Lösungen mit unterschiedlichen Komponenten wie Wlan, ESL, Digital Signage und mobile Anwendungen. So übernimmt T-Systems als Generalunternehmer auch die Integration von ESL und anderen Komponenten bei großen Filialisten. Die Technik ist ebenfalls leistungsfähiger geworden. Moderne Accesspoints funken 2,4 und 5 GHz für Wlan parallel sowie zusätzlich Bluetooth und ESL-Funkfrequenzen und decken auf der Verkaufsfläche Reichweiten von 50 m ab. Auch was die Sicherheit von freiem Wlan betrifft, wird der Handel entlastet, Dienstleister übernehmen das Haftungsrisiko.

Automatische Steuerung

Alle diese Komponenten müssen gesteuert, verwaltet und inventarisiert werden. Auch hier sind die Services mitgewachsen. Mit der Management-Cloud von Lancom Systems, die auf moderner Software-defined-Networking-Technologie (SDN) basiert, können Netzwerke ab jeder Größenordnung und Komplexität zentral eingerichtet, verwaltet und überwacht werden – und zwar komplett automatisiert. Bislang sehr aufwändige Prozesse, die manchmal tagelang dauerten, werden so vereinfacht. Lancom bezeichnet die Management-Cloud als „Schlüsseltechnologie“. Sie ermögliche den Aufbau „hochgradig agiler Ende-zu- Ende-Netzwerke, in denen neue Dienste praktisch per Mausklick abgebildet und neue Filialen in kurzer Zeit vollständig vernetzt werden können.“

Die erforderlichen Gerätekonfigurationen werden automatisiert errechnet und ausgerollt. Aus bislang komplexer, zeitaufwändiger Konfigurationsarbeit zur Abbildung von Diensten wie Kunden-Wlan oder Location-based-Services, zur Migration auf All-IP oder zum Ausrollen neuer Sicherheitsarchitekturen werden laut Anbieter „Stunden oder gar nur Minuten“. Neben der Vereinfachung und Flexibilisierung ihres IT-Betriebs profitieren sowohl kleinere Handelsunter nehmen als auch multinationale Ketten von Kosteneinsparungen bei der Digitalisierung, heißt es. Lancom gibt an, die gesamte Netzwerkinfrastruktur abbilden zu können: Router, VPN-Gateways, Switches und Access-Points für Wlan und ESL.

Foto: dm

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