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In verkaufsstarken Zeiten lassen sich auch die Leistungsfähigkeit und der Erfolg des eigenen Onlinegeschäfts am besten beurteilen. (Foto: Fotolia/valera20)
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Anstürmen im Onlinegeschäft gewachsen sein

Nicht nur das Weihnachtsgeschäft ist für Händler die umsatzstärkste Zeit des Jahres, auch der „Cyber Monday“ und „Black Friday“ gewinnen zunehmend an Popularität bei den Konsumenten und damit auch für den Handel. In verkaufsstarken Zeiten lassen sich auch die Leistungsfähigkeit und der Erfolg des eigenen Onlinegeschäfts am besten beurteilen. Spätestens wenn der Datenverkehr hoch ist und zehntausende Nutzer gleichzeitig verschiedenste Informationen zu Preisen, Größen, Lagerbestand, Versand, Rabatten und Finanzierung abrufen möchten – von unterschiedlichen Geräten wie PCs, Tablets und Smartphones – zeigt sich, ob der Onlineshop den Herausforderungen gewachsen ist. Diese liegen in der Funktionsweise des Internets sowie in der Bereitstellung von Anwendungen.

Platzierung bei Google bedeutend

Kenntnis darüber zu haben, wie Konsumenten auf eine Website geführt werden, ist für das Onlinegeschäft von Bedeutung. SEO (Search Engine Optimization) ist vor allem für Webshops unabdingbar, unabhängig von dessen Umfang. Von Vorteil ist es, auf der ersten Seite einer Google-Suchseite zu erscheinen, idealerweise unter den ersten fünf Ergebnissen. Sowohl Onlineriesen wie Amazon oder Ebay als auch Firmen mit stationären Läden wie Karstadt oder H&M brauchen diese Platzierung für eine optimale Sichtbarkeit, da eine Platzierung unterhalb der Top-Einträge mit hoher Wahrscheinlichkeit Umsatz, Konkurrenzfähigkeit und Marken-Image positiv beeinflusst.  

Betriebliche Notwendigkeiten einer Website können sich negativ auf gute SEO-Ergebnisse auswirken. Onlinehändler sollten Produkt-URLs häufig verändern. URL-Änderungen können notwendig werden, um Produktkategorien anzupassen oder um die Speicherarchitektur für Inhalte zu ändern, z. B. durch Hinzufügen oder Ändern eines Content-Distribution-Netzwerks (CDN). Auch Änderungen an bestimmten Produktseiten oder kleinen Produktgruppen gehören bei Onlinehändlern zum Tagesgeschäft.

Die Gründe für negative Auswirkungen auf die SEO und deren Ergebnisse können unmittelbar mit der Funktion der Suchmaschinen zusammenhängen:

1. Die Suchmaschine durchsucht das Internet und speichert Informationen.

2. Jede Seite wird u.a. nach folgenden Faktoren gewichtet:

  • Verwendung von Stichwörtern und Relevanz für die Anwendersuche
  • Anzahl der jedem Begriff zugeordneten Links
  • Popularität der verlinkten Seiten

3. Die Suchmaschine wiederholt das „Durchforsten“ des Internets:

  • Findet die Suchmaschine die jeweilige Seite wieder an der gespeicherten URL, aktualisiert sie den Seiteneintrag mit neuen Informationen. Der Rang der Seite erhöht oder verringert sich, wenn sich die Rangsignale ändern.
  • Falls eine Seite ohne Weiterleitung verlegt wird, so meldet die Suchmaschine einen 404-Fehler. Der vorherige Suchmaschinenrang, wie z. B. der Google Page Rank überträgt sich nicht automatisch auf die verlegte Seite. Stattdessen beginnt der SEO-Verlauf von vorn.

Gute SEO-Ergebnisse erzielen

Die Änderung des Online-Händlers aktualisiert zwar die URL, jedoch nicht den Inhalt der Seite. So fällt der Rang der Seite in den Suchergebnissen ab, wenn die Suchmaschine beim Durchsuchen des Netzes die vorherige URL nicht mehr finden kann.  

Zur Vermeidung empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

1. Schritt: Starke Weiterleitungsregeln („Rewrite“)  

Eingehende Links und Suchmaschinenanfragen sollten zuverlässig zur neuen URL weitergeleitet werden, die vorhandenen Suchmaschineninformationen sollten auf der neuen Website-Struktur abgebildet werden. Eine gute Lösung stellt sicher, dass die Seite über benutzerfreundliche und sichtbare URLs verfügt, die alten URLs in neue URLs umsetzt, der www.-Anfangsteil der Seiten konsistent verwendet wird (oder aber nicht verwendet wird) und häufig auftretende falsche Schreibweisen eines URL-Elements, insbesondere Domänen-Namen, abgefangen werden.

2. Schritt: Nutzung von HTTPS  

Mittlerweile reicht es nicht mehr aus, sich nur für den „gesicherten“ Kaufvorgang einer Website auf Transport Layer Security (TLS) zu verlassen. Im Prinzip sollte TLS für alle Bereiche verwendet werden. Falls nicht ohnehin bereits HTTPS verwendet wird, also eine SSL/TLS-Verschlüsselung für die Kommunikation zwischen Nutzer und Website implementiert ist, können die SEO-Ergebnisse durch Rewrite-Regeln verbessert und so auf HTTPS gewechselt werden.  

Rewrite-Regeln können sicherstellen, dass Anforderungen an die -Version ohne Abstriche an die Wirksamkeit der eingehenden Links und an den SEO-Rang der Seite zur https://-Version umgeleitet werden.  

Auch für Websites, die keine besonders vertraulichen Nutzerdaten verwenden, gibt es gute Gründe, auf HTTPS zu wechseln:

1. Suchmaschinen begünstigen zunehmend den Einsatz von HTTPS
2. Im Chrome-Browser erscheint neuerdings bei Nicht-HTTPS-Webseiten ein Warnsymbol in der Adresszeile, das die Besucher über den unsicheren Status der Seite informiert.
3. Die Anzahl der HTTPS-Websites steigt. SSL/TLS-Zertifikate werden auch kostenlos angeboten.  

Onlinehändler sollten vor der umsatzstarken Weihnachtszeit sicherstellen, dass die betrieblichen Anforderungen ihrer Webseiten nicht ihre Kunden abschrecken. Die Implementierung von TLS-Verschlüsselung wird das Backend einer Webseite nicht beeinträchtigen. Die TLS-Sicherung über einen Reverse-Proxy bzw. einen Lastverteiler kann die kryptographische Arbeitslast durchaus stemmen, ohne Auswirkung auf das Backend oder Anpassungen dort. Werden Rewrite-Regeln angewandt, so kann ein Onlinehändler die vorherige URL-Struktur auf die neue Seitenstruktur übertragen und zugleich das vorherige Produkt-Ranking beibehalten.

Weitere Informationen: www.nginx.com