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Anna hat ihre Geld-Situation im Griff. (Grafik: Muume)
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Die Crux des mobilen Bezahlens

Die Mehrheit der Verbraucher möchte immer und überall online verbunden sein. Kaum einer möchte mehr warten, weil die digitale Welt per se Schnelligkeit und Einfachheit verspricht. Online bestellte Waren sollen schnell vom Händler versandt werden, weil diese auch schnell bezahlt wurden. Das Smartphone rückt dabei mehr und mehr ins Zentrum des Geschehens. Und immer spielt das Bezahlen eine Rolle. Genau deswegen ist es sinnvoll, nicht das digitale Bezahlen isoliert zu betrachten – sondern den Gesamtprozess „Shoppen + Bestellen + Bezahlen“. Dabei steht das Bezahlen nicht im Vordergrund, sondern ist ein Bestandteil des Konsum-Prozesses. Bezahlen ist für den Konsumenten ein notwendiges „Übel“, das beim Einkaufen dazu gehört.

In Zeiten der Digitalisierung wird es umso wichtiger, Veränderungen der Art des Einkaufens zu berücksichtigen. (Grafik: Muume)
In Zeiten der Digitalisierung wird es umso wichtiger, Veränderungen der Art des Einkaufens zu berücksichtigen. (Grafik: Muume)

Der Mensch shoppt gerne, doch stört ihn der aufwändige Bezahlprozess. Deswegen soll er das Bezahlen so wenig wie möglich im Kaufablauf spüren. Denn das Bezahlen an sich ist kein Mehrwert für den Kunden. Die Digitalisierung des Shoppens und Bestellens und der nahtlose Übergang zum mobilen Bezahlen hingegen stellen Mehrwerte dar.

Heute besucht der Konsument einen Laden, sammelt ausgesuchte Artikel im Einkaufswagen und geht zur Kasse. Dort angekommen legt er die Artikel aufs Band und wartet in der Schlange. Die Kassiererin scannt die Ware und der Kunde wartet wieder. Anschließend zückt dieser seine Debit- bzw. Kreditkarte oder das Bargeld, eventuell noch seine Kundenkarte, gibt den PIN-Code ein, sortiert seine Karten zurück ins Portemonnaie, packt die Ware ein und verlässt das Geschäft.

Alternativ scannt der Kunde selbst mit seinem Smartphone den jeweiligen Barcode der Artikel. Diese werden daraufhin im virtuellen Warenkorb angezeigt und der Konsument kann die Artikel sogleich bezahlen. Der übliche Bezahlprozess entfällt und der Grad des Shopping-Erlebnisses steigt. Oder aber der Konsument fügt im Geschäft einen Artikel seiner virtuellen Wunschliste im Smartphone hinzu, weil er sich noch nicht schlüssig ist, ob er diesen kaufen möchte. Zu Hause entscheidet er sich dann doch, diesen Artikel zu bestellen. Er öffnet sein Smartphone und kauft beim gleichen Händler, bei dem er auch im Ladengeschäft war. Auf diese Weise verschmelzen On- und Offline zu einer Einheit. Dies führt dazu, dass der Kunde beim selbigen Händler einkauft und den Artikel nicht in der Suchmaschine Google oder in einem fremden Webshop neu sucht. Somit entstehen neue Servicemöglichkeiten mit Mehrwerten – inklusive Couponing, Loyalty etc.

Schlussendlich geht es um drei wesentliche Dinge:

  1. um das Digitalisieren des Einkaufs-, Bestell- und Bezahl-Prozesses,
  2. um das professionelle Handling einer hohen Anzahl an Produktdaten und
  3. um den nahtlosen digitalen Übergang der beiden Vorgänge „Shoppen + Bestellen“ und „Bezahlen“

Nur wenn diese Teilprozesse homogen ineinander fließen, hat der Konsument ein wirkliches Shopping-Erlebnis. Entscheidend sind digitalisierte Services inklusive Bezahlen – nicht das mobile Bezahlen an sich.

Grafiken (2): Muume

Autor Patrick Urban ist CMO der 2013 in der Schweiz gegründeten „Multichannel”-Checkin/Checkout-Plattform Muume, die sich mit der Vereinfachung von Konsumprozessen beschäftigt.

Kontakt: patrick.urban@remove-this.muume.com

Weitere Informationen: www.muume.com