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Die digitale Wertschöpfungskette wird in der „Value Chain Experience“ gezeigt (Foto: GS1)
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Zukunft zum Anfassen

„Was wir vor drei Jahren für das Maß der Dinge hielten, haben wir in den letzten Monaten komplett auf den Prüfstand gestellt. Wir haben Raum geschaffen für die vielleicht größte Herausforderung an uns alle – die Digitalisierung der Wertschöpfungskette“, so Jörg Pretzel, Geschäftsführer von GS1 Germany. Erlebbar werden diese Prozesse durch drei Themenschwerpunkte innerhalb des modernisierten Centers: das Innovation Center, das Business Center sowie das Experience Center. Ersteröffnung feierte das Knowledge-Center 2009, vor drei Jahren erfuhr es einen Umbau und eine Erweiterung um 1.500 qm. Inzwischen zählt das Knowledge Center rund 25.000 Besucher jährlich. Es richtet sich vorwiegend an den Handel, die Industrie, Wissenschaft, Politik sowie Studenten und Schüler, die im Rahmen von Events, separaten Führungen oder durch von der GS1 Germany ausgeführte Trainings Zugang erhalten.

Das Einkaufen der Zukunft

Im Innovation Center, das als Ideenschmiede und „Mitmachlabor“ im Zuge des Umbaus neu entstanden ist, können Besucher gemeinsam Ideen entwickeln und in konkrete Prototypen transformieren. Das Business-Center wiederum dient dem Austausch und Networking und bleibt mit den Seminar- und Meeting-Räumlichkeiten in seiner bisherigen Form bestehen. Völlig umgestaltet und neu gedacht wurde das Experience Center. Hier stehen vor allem digitale Technologien im Mittelpunkt. Eingeteilt ist es in die Bereiche „Value Chain Experience“ und die Erlebniswelt „Shopper Experience“. Auf einem Monitor, der von einem Roboterarm durch den Raum bewegt wird, begrüßt ein virtueller Guide namens Ava den Besucher im Bereich „Value Chain Experience“. Er klärt Besucher über GS-1 Standards innerhalb der Prozesse der Wertschöpfungskette auf. So stellt Ava in einer multimedialen Präsentation „fTrace“ vor, eine cloudbasierte Rückverfolgbarkeitslösung, die chargengenau erfassen soll, wie ein Produkt über den gesamten Herstellungs- und Verarbeitungsprozess entstanden ist – vom Erzeuger über den Großhandel bis hin zum Endkunden.

In dem Bereich „Shopper Experience“ wird die Freizeit- sowie die Konsumwelt des Verbrauchers als Ausgangs- und Endpunkt moderner Wertschöpfungsketten präsentiert. Im Rahmen einer interaktiven Reise erleben Besucher aus der Perspektive des Konsumenten die einzelnen Phasen einer „Shopper Journey“: Pre-Store, To-Store, In-Store und Post-Store. Die Reise beginnt mit der Pre-Store-Area in einem nachgebauten Wohnzimmer – der „Home Base“ und der „Smart Kitchen“. Dort befinden sich einige Highlights der „Shopper Experience“: mit dem Internet vernetzte Geräte – darunter ein Kühlschrank und eine Kaffeemaschine, die bei Bedarf Produkte bestellen können sowie eine smarte Waschmaschine, die Wartungsbedarf online anmeldet und Waschmittel nachbestellt. Über einen Avatar erhält ein digitaler Sprachassistent namens Toni fiktive Anweisungen, prüft den Warenbestand eines Shops und bestellt zum Beispiel einen Wein.

In der nachfolgenden Zone, der „Urban Area“, wird der Weg zum stationären Geschäft – die To-Store-Phase – symbolisiert. Hier befindet sich digitale Außenwerbung oder personalisierte Werbung für das Smartphone. Herzstück der Experience Zone ist der nachgebaute Supermarkt „The Shop“, in dem Technologien für den POS wie Apps, Self-Scanning Services, ESL, RFID-Technologie oder eine Werbestele, die Rezepte ausdruckt, von Besuchern im Einsatz erlebt und getestet werden können. Die Reise endet mit Click & Collect Lösungen wie „Emmas Box“, einer gekühlten Abholstation.

Die interaktive Reise inklusive der digitalen Lösungen soll Prozesse veranschaulichen und sie haptisch erlebbar machen, damit die Teilnehmer Praxiserfahrung sammeln können. Das Knowledge Center dient als Trainings- und Schulungszentrum, aber auch als Plattform für den Austausch von Industrie und Handel. Neu erlerntes Wissen können Besucher unter realen Bedingungen direkt anwenden oder aus Konsumentensicht erleben.  

Fotos (9): GS1 Germany

Weitere Informationen: www.gs1.de