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Im ersten Jahr seit der nationalen Einführung von Girocard kontaktlos können Kunden mit rund 35 Millionen ausgegebenen, kontaktlosfähigen Karten an rund 385.000 umgerüsteten Terminals bezahlen. (Foto: iStock/xavierarnau)
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Pilotprojekt „Terminal ohne PIN Pad“

Die kontaktlose Zahlung am TOPP habe das Potenzial, stark vom Bargeld dominierte Marktsegmente für Kunden und Händler für die Zahlung mit Girocard kontaktlos zu öffnen. Das Terminal eigne sich für Zahlungen im Kleinbetragsbereich sowohl für den Einsatz an unbedienten Endgeräten, wie z. B. Verkaufsautomaten, als auch für die Bezahlung an bedienten Kassen, z. B. in Bäckereien. Da kontaktlose Transaktionen bis 25 Euro ohne PIN-Eingabe ausschließlich über die NFC-Schnittstelle eines Girocard-Terminals durchgeführt werden, benötigt dieses lediglich einen Kontaktlosleser. Ein üblicher Chipkartenleser und das PIN-Pad sind nicht erforderlich. Damit lässt sich das Terminal kleiner gestalten, in verschiedene Automatentypen einbauen und nachrüsten. Zudem sei der Wartungsaufwand geringer, da weniger mechanische Komponenten von außen verschmutzt oder beschädigt werden können.

Mit der Entwicklung begegnet die Kreditwirtschaft einem direkten Kundenwunsch: Eine repräsentative Endkundenbefragung des Marktforschungsinstituts GfK im Auftrag der Euro Kartensysteme  aus dem Mai 2017 hat gezeigt, dass 56 Prozent aller Girocard-Nutzer das Angebot nutzen möchten, bargeldlos an Automaten zu bezahlen. Auch Automatenbetreiber wünschten sich eine Lösung, um Girocard Zahlungen an Automaten akzeptieren zu können.

Projektverlauf und Zielsetzung

Im Januar 2018 haben die ersten Terminalhersteller (CCV und Feig Electronic) sowie Netzbetreiber (BS Payone und Card Process) eine Betriebserlaubnis im Rahmen des Pilotprojekts erhalten. Aktuell werden Akzeptanzstellen der Teilnehmer mit den neuen Terminals ausgestattet. Die erste Installation eines TOPP erfolgte im Februar beim Imbiss „Die Wurst“ in Bad Hersfeld.

Ziel des Pilotprojekts ist es, praktische Erfahrungen zur Nutzung von Terminals ohne PIN-Pad in verschiedenen Einsatzbereichen zu sammeln und auch in neuen Bereichen das Bezahlerlebnis für Kunden zu optimieren. Denkbar ist die Nutzung neben der Automatenbranche u. a. auch bei mobilen Händlern.

Die Ergebnisse werden in die spätere Entscheidung der Deutschen Kreditwirtschaft über einen Regelbetrieb einfließen und dienen den Projektteilnehmern in der Folge als Entscheidungsgrundlage.

Foto: iStock/xavierarnau

Weitere Informationen: www.girocard.eu