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Mobile Kartenzahlung im Straßenverkauf (Foto: Marcus Traub)
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Würstchen bezahlen mit der Karte

Das Smartphone und Funktechnologie machen heutzutage auch mittelständischen Betrieben wie Bäckereien und sogar kleinen Einmannbetrieben das Angebot von kontaktloser und mobiler Kartenzahlung möglich. Man braucht ein Terminal und ein Smartphone – so wie Marcus Traub aus Hof in Oberfranken, bekannt mit seinem mobilen Wurstverkauf als der Würstchenmann. Traub setzt ein mobiles Kartenlesegerät ein, das per Bluetooth mit seinem Smartphone verbunden ist, auf dem die entsprechende Bezahl-App installiert ist.

Beim Bezahlvorgang kann der Kunde seine Karte auf das Lesegerät legen oder in das Gerät einstecken, um seine Wurst zu bezahlen. Bevor Marcus Traub seinen Kunden die Möglichkeit der Kartenzahlung anbot, musste er immer viel Wechselgeld vorhalten. Auch Touristen können nun einfacher bei ihm bezahlen. Darüber hinaus kann Traub jetzt Bewirtungsbelege per E-Mail versenden, was Geschäftskunden gerne nutzen.

Vereinfachung

Auch die Münchner Bäckerei Ziegler bietet in allen ihren 25 Filialen den Kunden die Möglichkeit zur (auch kontaktlosen) Kartenzahlung an. Bei einem durchschnittlichen Bonwert von 2,60 Euro ist meist eine Zahlung ohne Pin-Eingabe möglich. Das beschleunigt die Abwicklung an der Kasse. Zudem müssen die Mitarbeiter beim Kassieren der Backwaren seltener den Handschuh ausziehen, weil zunehmend mehr Kunden die kontaktlose Kartenzahlung wählen, das Personal also die Karte nicht mehr selbst anfassen muss.

Die Möglichkeit zur Kartenzahlung, auch kontaktlos  und mobil, wird für kleine und mittlere Einzelhändler unumgänglich werden. Know-how zur Unterstützung erhalten  kleine und mittlere Unternehmen bei der „Mittelstand 4.0-Agentur Handel“, einem bundesweiten Netzwerk von  „Mittelstand-Digital“. Die Organisation unterhält „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren und -Agenturen“ mit unterschiedlichen Branchen- und Themenschwerpunkten. Neben individuell zugeschnittenen Informationen erhalten Unternehmer dort die Möglichkeit, digitale Technologien praxisnah  auszuprobieren. 

Die Gebühren für die Kartenzahlung werden normalerweise prozentual vom Transaktionsbetrag berechnet, zusätzlich fallen gegebenenfalls Fixkosten an. Diese können sich bei geringen Beträgen, zum Beispiel beim Kauf von einem Croissant, bemerkbar machen. Einzelhändler mit in der Regel kleinen Transaktionsbeträgen müssen diese Kosten unter Umständen in ihre Preiskalkulation einfließen lassen. Dabei sollten aber auch mögliche Einsparungen, zum Beispiel beim Bargeld-Handling, berücksichtigt werden. Bei der unbaren Zahlung wird der Geldfluss in Echtzeit digital im Hintergrund dokumentiert, was die Abrechnung vereinfacht und die Fehleranfälligkeit senkt. Von der kontaktlosen unbaren Bezahlvariante versprechen sich alle Beteiligten darüber hinaus eine Beschleunigung des Kassiervorgangs.

Foto: Marcus Traub

Weitere Informationen: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.handel-mittelstand.digital