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35. Deutscher Logistik-Kongress in Berlin (Foto: BVL)
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DLK in Berlin: „Digitales trifft Reales“

Die Umsetzung eines Omnichannel-Konzeptes stellt eine Herausforderung für eine Vielzahl von Prozessen in einem Handelsunternehmen dar, lautete die Erkenntnis von Frank Haberkorn, Bereichsleiter Vertrieb & Marketing Fulfilment + Customer Service beim Versandhändler Baur in Burgkunstadt. Im Rahmen der Fachsequenz Retail Logistics erläuterte er, dass hierzu beispielsweise neben der Organisation der Logistik auch die Gestaltung des Retouren-Handlings oder des Zahlungsmanagements gehören. Wichtig sei unter allen Umständen eine hohe Transparenz bezüglich der Waren- und Informationsflüsse.

Stabiles Wachstum

Retail Logistics war eines von zahlreichen Themen des Deutschen Logistik-Kongresses der Bundesvereinigung Logistik (BVL), welcher unter dem Motto „Digitales trifft Reales“ zum 35. Mal in Berlin stattfand. „Kapazitätsengpässe bei Transportangeboten und Infrastruktur sowie Fachkräftemangel mit Ansage – das sind nur zwei Beispiele für sehr reale Problemstellungen, mit denen unser Wirtschaftsbereich derzeit konfrontiert ist“, so der Vorstandsvorsitzende der BVL Robert Blackburn. Die Digitalisierung schaffe beeindruckende Werkzeuge, zum Beispiel beim Einsatz intelligenter autonomer Systeme. Neue digitale Tools, so Blackburn, könnten einen entscheidenden Beitrag zur Lösung drängender Fragestellungen leisten.  

Am Jahresende 2018 kann der Wirtschaftsbereich Logistik voraussichtlich zum achten Mal hintereinander ein stabiles Wachstum vermelden. Die Hochrechnung der Logistikweisen für den Umsatz lautet: 274 Milliarden Euro (nach 267 Milliarden Euro 2017), für die Beschäftigtenzahl: 3,2 Millionen Menschen (nach 3,15 Millionen 2017).    

Zu den Highlights des Kongresses zählte ein Gedankenaustausch von Robin S. Quinville,  Gesandter der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland, mit Frank Sportolari, dem Präsidenten der American Chamber of Commerce in Germany (AmCham) und Prof. Thomas Wimmer, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der BVL zu den aktuellen transatlantischen Beziehungen Deutschlands.

Fünf Programmpunkte waren dem Thema „Personal“ gewidmet. Die Fachsequenz „Robotik und autonome Logistik“ informierte aus unterschiedlichen Blickwinkeln über die Bandbreite bestehender Robotikanwendungen und vermittelte Impulse zu Einsatzmöglichkeiten entlang der Wertschöpfungskette.   

Den Deutschen Logistikpreis 2018 erhielt die KOMSA (Kommunikation Sachsen AG), welche 2017 gemeinsam mit ihrem Partner Logistikplan im sächsischen Hartmannsdorf ein dreigeschossiges „Haus der Dienstleistungen“ und ein neues Logistikzentrum inklusive Hochregallager sowie einem Automatiklager errichtet hatte. Ziel des Erweiterungsbaus war es, sämtliche Logistikprozesse unter einem Dach zusammenzuführen und damit Kapazität und Durchlaufzeit für die Aufträge von Industrie- und Handelspartnern zu steigern.    

Foto: BVL

Weitere Informationen: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.bvl.de/dlk